Blue Analog Sound Systems
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HOAX steht kurz für Hammond On A Xilinx FPGA und ist ein völlig neuer Ansatz einer Hammond-Emulation. Das Soundmodul HOAX verwendet weder Computer, Signalprozessoren, Sample-Player oder analoge Elektronik zur Nachbildung des Hammond-Klangs. Stattdessen wurden die Original-Baupläne einer Hammond B3 in ein detailliertes physikalisches Modell umgesetzt und dieses in digitaler Form in eine frei konfigurierbare Logik mit rund 400.000 Gatterfunktionen programmiert. HOAX emuliert also nicht, sondern erzeugt den Original-Klang anhand eines physikalisch-elektrischen Modells in Echtzeit.

Das neuartige Konzept bietet eine Fülle von Vorteilen: HOAX ist praktisch verzögerungsfrei (d.h. es gibt keinerlei Verzögerung zwischen Tastendruck und Klangereignis), weil nichts berechnet werden muss - die 91 Tonewheel-Signale stehen wie im Original ständig bereit und müssen nur eingeschaltet werden. HOAX ist voll polyphon - es können alle Tasten gleichzeitig gedrückt werden, ohne dass Noten verlorengehen. HOAX stürzt nicht ab, weil es auf reiner Hardware beruht. HOAX klingt lebendig, weil keine Phasenbeziehungen zwischen den separaten digitalen Tonewheels bestehen - und nebenbei natürlich alle "Unzulänglichkeiten" der echten Hammond übernommen wurden: Leakage/Übersprechen, Schlupf und mechanische Unwucht der Tonewheels (Flutter), unterschiedliche Klirrfaktoren und Ausgangsspannungen der Pickup-Spulen und Filter, Vibrato/Chorus-Scanner mit digital nachgebildeter LC-Laufzeitkette, Percussion 2nd/3rd in den amtlichen Variationen Slow/Fast und Normal/Soft, Foldback (Repetition oberer Fußlagen) und exaktes Tapering (Lautstärkeverlauf einer Fußlage über die ganze Tastatur) sowie natürlich das mechanisch zufällige Aufschlagen der 549 Tastenkontakte pro Manual, das den Hammond-typischen "Klick" erzeugt. Klangbeispiele der HOAX-Platine gibt es hier oder hier als MP3, immer abwechselnd mit echter B3 zusammen an einem Leslie 147. Hören Sie den Unterschied? Kleiner Tipp: HOAX war bei diesen Aufnahmen um einen Halbton transponiert.

Wie bei einer echten Hammond kann man beim HOAX kein Keyclick, kein Leakage usw. "einstellen" - es ist einfach wie beim Original vorhanden! Der absolut naturgetreue HOAX-Keyclick ist nicht etwa ein zugemischtes Rauschsignal, sondern entsteht durch zufälliges "Prellen" der Tastenkontakte ganz von allein, und das sogar abhängig von der Anschlagsgeschwindigkeit. Es besteht allerdings die Möglichkeit, Ihren HOAX zu "personalisieren", also mit einer ganz persönlichen "Alterung" des Generators, der Vibrato-Linebox und der Tastenkontakte zu versehen - von ladenneu bis abgenudelt ("vintage"). Bei der Drawbar-Bedienung auch während des Spiels gibt es keine Verzögerungen - sie verhalten sich wie das Original.

Doch der Clou kommt zum Schluß: Eine Spezialversion des HOAX in Verbindung mit einer von B.A.S.S. entwickelten Spezialtastatur erlaubt es Ihnen, wieder das Erlebnis von 9 einzelnen Kontakten pro Taste zu genießen. 9 Kontakte schließen nacheinander - oder eben auch nicht, wenn die Taste nicht ganz heruntergedrückt wird. Das Ergebnis ist ein unvergleichlich lebendiger Toneinsatz und ein wirklich lebendiger Key-Click.

UND DABEI WIRD KEIN EINZIGER MECHANISCHER KONTAKT BETÄTIGT. DAHER AUCH KEIN VERSCHLEISS UND KEINE TONAUSSETZER!